Wenn Sie Ungenauigkeiten oder Abweichungen (oft weniger als 15 mmHg) bei Ihren Blutdruckmessungen feststellen, insbesondere im Vergleich zu einem anderen Gerät, handelt es sich dabei um normale Schwankungen, die nicht unbedingt bedeuten, dass Ihr Gerät defekt ist.
Eine Messabweichung von weniger als 15 mmHg zwischen zwei Geräten oder zwei Messwerten ist oft auf natürliche Schwankungen Ihres Körpers zurückzuführen. Seien Sie versichert: Ihr Gerät hat die anspruchsvollsten klinischen Validierungstests erfolgreich bestanden, um Ihnen eine zuverlässige medizinische Überwachung zu bieten.
Blutdruck: Daten, die sich ständig ändern
Der erste zu berücksichtigende Faktor ist nicht das Gerät, sondern Ihre eigene Physiologie. Ihr Blutdruck ist keine gerade Linie, sondern schwankt ständig in Abhängigkeit von Ihrer Atmung, Ihren Emotionen, der Tageszeit, der Jahreszeit und anderen Phänomenen, die später in diesem Artikel erläutert werden. Der Blutdruck kann innerhalb weniger Minuten um 10 bis 20 mmHg schwanken.
Dies ist ein physiologisches Phänomen, das von führenden medizinischen Autoritäten wie der Europäischen Gesellschaft für Hypertonie (ESH) anerkannt wird. In ihren offiziellen Richtlinien (2024 Guidelines) empfehlen sie, sich niemals auf eine einzelne Messung zu verlassen, sondern einen Durchschnitt zu bilden, um diese natürlichen Schwankungen auszugleichen.
Was ist klinische Validierung?
Um die Genauigkeit unserer Messungen trotz dieser physiologischen und umgebungsbedingten Schwankungen zu gewährleisten, wurden klinische Validierungsstudien an Withings-Blutdruckmessgeräten gemäß der Norm ISO 81060-2 durchgeführt. Diese Norm legt die Anforderungen und Methoden für die klinische Untersuchung von nicht-invasiven, automatisierten Blutdruckmessgeräten fest.
Unsere Geräte durchlaufen einen klinischen Validierungsprozess, der eine Messleistung gewährleistet, die der von medizinischen Geräten entspricht.
Klinische Daten bestätigen, dass die Messabweichung unter den Toleranzgrenzen bleibt, die in der internationalen Norm ISO 81060-2:2018 definiert sind. Diese Konformität belegt die Genauigkeit und Zuverlässigkeit unserer Blutdruckmessgeräte gemäß den globalen regulatorischen Anforderungen.
Vergleich zweier Messgeräte
Wenn das BPM Connect klinisch validiert ist, warum liefert es dann nicht genau denselben Wert wie Ihr altes Messgerät?
- Momentane Schwankungen: Wie oben erläutert, hat sich Ihr Blutdruck zwischen Messung A und Messung B wahrscheinlich verändert.
- Der „Weißkittel-Effekt”: Es ist normal, dass der Blutdruck in der Arztpraxis (aufgrund unbewusster Anspannung) höher ist als zu Hause in einer ruhigen Umgebung. Die ESH erkennt an, dass diese Differenz oft mehr als 20 mmHg beträgt.
- Methodik: Jede Marke verwendet einen leicht unterschiedlichen Algorithmus. Zwei Geräte, die beide die Anforderungen der Norm erfüllen, können Methoden verwenden, bei denen das eine den Wert leicht überschätzt, während das andere ihn leicht unterschätzt, was den Eindruck einer erheblichen Differenz erweckt.
Wie können Sie sicherstellen, dass Ihre Messungen korrekt sind?
Nachfolgend finden Sie unsere wichtigsten Empfehlungen für genaue Messungen: (Link zu den Richtlinien)
- Ruhen Sie sich 5 Minuten lang in sitzender Position aus, bevor Sie beginnen.
- Achten Sie auf eine korrekte Körperhaltung: Sitzen Sie mit geradem Rücken, den Füßen flach auf dem Boden und dem Arm so abgestützt, dass die Manschette auf Herzhöhe liegt.
- Bleiben Sie während der Messung ruhig und still, um die Genauigkeit des Sensors zu gewährleisten.
- BPx3-Präzision: Wir empfehlen, 3 aufeinanderfolgende Messungen durchzuführen. Der Durchschnitt dieser Messungen liefert die zuverlässigsten medizinischen Daten.